Mehr Bewegung!

Wir übernehmen für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der medizinischen Informationen in dem nachfolgenden Beitrag oder deren Geeignetheit für bestimmte Verwendungszwecke keinerlei Gewähr. Die medizinischen Informationen in dem Beitrag stellen lediglich allgemeine Ausführungen dar, jedoch keine patientenbezogene Beratung. Sie sind daher kein Ersatz für die Beratung durch einen Arzt und können auch nicht dazu dienen, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen bzw. nicht zu beginnen. Sie stellen auch keine Aufforderung oder Empfehlung zur Selbstbehandlung oder Selbsterkennung einer Krankheit oder eines anderen Leidens oder zur Nutzung oder Nichtnutzung bestimmter Arzneimittel oder Arzneimittelwirkstoffe dar.

Mit dem Auto zur Arbeit, sitzende Tätigkeit im Büro, abends Erholen auf der Couch: Im Alltag kommt die Bewegung leider oft zu kurz. Während unsere Vorfahren noch einen Großteil ihrer Zeit in Bewegung verbracht haben, bringen unsere heutigen Lebensumstände eher weniger Möglichkeiten mit sich, körperlich aktiv zu werden.

Für unseren Rücken, unser Herz-Kreislauf-System und unseren Stoffwechsel bedeutet dieser passive Lebensstil eine große Belastung: Menschen, die keinen oder nur unregelmäßig Sport treiben, sind statistisch gesehen wesentlich häufiger von Rückenproblemen, Herz- und Gefäßerkrankungen und Diabetes betroffen. Auch die Ernährung und damit verbundenes Übergewicht spielen als Risikofaktor natürlich eine Rolle.

 

Keine Zeit für Bewegung?

Auch wenn unser Alltag zunehmend „passiver" wird: An Herausforderungen und Belastungen fehlt es nicht. Nur sind diese meist nicht körperlicher Art. Zeitdruck, Mobbing, Sorge um den Arbeitsplatz einerseits, familiäre Belastungen und finanzielle Nöte andererseits: Wie soll man es dabei noch schaffen, regelmäßig etwas für die eigene Fitness zu tun?

Eine sehr sinnvolle Möglichkeit ist es, mehr Bewegungseinheiten in unseren Alltag zu integrieren. So können wir fast unbemerkt zwischendurch etwas für unseren Körper tun. Außerdem gibt es viele Sportarten, die man mit wenig Aufwand und Kosten und auch ohne Vorkenntnisse ausüben kann. Tipps und Ideen finden Sie hier.

 

Bewegungstipps für den Alltag

  • Treppe statt Fahrstuhl:

Oft gehört, selten beherzigt: Jede Treppe, die Sie zu Fuß nehmen, bringt Ihren Kreislauf in Schwung und kräftigt Ihre Muskulatur. Sie werden feststellen, dass Ihnen das Erklimmen der Stufen rasch immer besser gelingt!

  • Das Auto stehen lassen:

Wohnen Sie nicht allzu weit von Ihrem Arbeitsplatz entfernt? Dann gehören Sie zu den Glücklichen, die zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit gelangen können. Die Vorteile: Sie bringen gleich morgens Ihren Kreislauf in Schwung, tun etwas für Ihre Ausdauer und tanken frische Luft. Außerdem sparen Sie Benzin und schonen die Umwelt. Auch wenn Sie zu Hause sind, können Sie sicher die eine oder andere Besorgung zu Fuß erledigen und kleine Einkäufe mit einem flotten Spaziergang verbinden!

  • Mittagspause mal anders:

Warum nicht auch die Mittagspause zu Haue oder im Büro für einen zügigen Spaziergang oder ein paar Minuten Gymnastik nutzen? So vermeiden Sie das typische „Mittagstief" nach dem Essen und sind auch nachmittags wach und leistungsfähig.

  • Spiel und Bewegung mit Kindern:

Haben Sie Kinder oder Enkel? Oder Nachbarskinder, die sich über Abwechslung freuen (und deren Eltern über eine kleine Pause)? Nutzen Sie die Gelegenheit, mit den Kleinen draußen herumzutoben, Ballspiele zu spielen oder den nächsten Spielplatz zu erkunden. Sie werden sehen: Die Begeisterung der Kinder ist ansteckend. Sie werden Sich wundern, wie rasch die Zeit vergeht und wie die Bewegung an der frischen Luft Ihnen und den Kleinen gut tut!

  • Vierbeinige Freunde:

Wer einen Hund hat, kommt um die täglichen Bewegungseinheiten gar nicht herum! Viele zuvor eher „bewegungsfaule" Patienten berichten uns, durch Ihren Hund erfolgreich „therapiert" worden zu sein. Ganz abgesehen davon, dass ein Haustier auch sonst viel Freude schenken kann. Natürlich sollten Sie diese Entscheidung jedoch gründlich überlegen, denn mit einem Haustier übernehmen Sie auch viel Verantwortung.

 

 

Einsteigersportarten, die Spaß machen:

Vorab gesagt: Von einer ganz strengen Unterteilung in „rückenfreundliche" und „rückenschädliche" Sportarten ist man heute abgekommen. Im Vordergrund steht die Freude an der Bewegung. In Rücksprache mit Ihrem Arzt und Physiotherapeuten können Sie herausfinden, ob und wie Sie Ihren Lieblingssport trotz Ihrer Rückenprobleme ausüben können.

Generell gilt jedoch: Wenn Sie viele Jahre lang wenig aktiv waren und vielleicht auch schon etwas älter sind, empfiehlt sich für den Anfang eine leicht zu erlernende Ausdauersportart. Besonders geeignet sind zum Beispiel:

  • (Nordic) Walking
  • Schwimmen, Aquafitness
  • Radfahren

Noch ein Hinweis: Insbesondere wenn Sie auch an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder sonstigen Krankheiten leiden, sollten Sie vor der Aufnahme einer neuen sportlichen Betätigung mit Ihrem Hausarzt sprechen!

 

Muskelaufbau Schritt für Schritt:

Zur Vorbeugung und Behandlung von Rückenschmerzen ist ein Muskelaufbautraining unter professioneller Anleitung sehr effektiv. Je besser Ihre Rücken- und Bauchmuskulatur in Form ist, desto besser kann sie Ihre Wirbelsäule schützen und stabilisieren. Regelmäßiges Training verhindert Verspannungen und Ungleichgewichte, die durch fehlende oder falsche Belastungen entstehen. Außerdem wirkt das Training sich positiv auf Knochen, Bänder und Sehnen aus und hilft, die Beweglichkeit zu erhalten. Gerade wenn Sie bereits unter Rückenschmerzen leiden, gilt: Trainieren ist wichtig und richtig! Besonders zu Beginn ist jedoch eine fachgerechte Anleitung und Kontrolle – zum Beispiel durch Physiotherapeuten in einer medizinischen Trainingseinrichtung – sehr wichtig, um sicherzustellen, dass Sie die Bewegungen richtig ausführen und auch um die Belastung schrittweise an Ihre Leistungsfähigkeit anzupassen.